so helfe ich mir selbst

Einbruchsopfer - so helfe ich mir selbst

 

Nicht alleine „nachschauen"!
Betreten Sie nicht allein die Wohnung, wenn Sie einen Einbruch vermuten. Schlimmstenfalls könnte der Täter noch am Werk sein. Spielen Sie nicht den Helden! Benachrichtigen Sie per Handy, vom Nachbarn oder von einer Telefonzelle aus die Polizei (Notruf: 133).

 

Reden Sie über das Erlebte!
Vertrauen Sie sich anderen an. Möglichst schon unmittelbar nach dem Einbruch. Reden löst innere Blockaden. Nur so können Sie das Geschehene „verdauen".

 

Suchen Sie sich eine Vertrauensperson!
Geliebte Partner sind zunächst sicher die besten Gesprächspartner. Langfristig ist professionelle Hilfe die bessere Lösung. Vertraute und Freunde sind schnell überfordert, wenn es um die Bewältigung geht. Sie neigen - unbewusst - dazu, das traumatisierende Erlebnis zu verharmlosen. Typischer Spruch: „Das wird schon wieder..."

 

Der richtige Gesprächspartner
Erkundigen Sie sich bei Vereinen und Initiativen für Opferhilfenach einem Gesprächstermin. Besonders hilfreich sind Selbsthilfegruppen, weil Sie dort nicht nur mit Verständnis rechnen können, sondern auch erfahren, dass Sie mit Ihrem Problem nicht allein sind. Sie „spinnen" nicht, weil Sie einen normalen Einbruch als tiefen seelischen Einbruch empfinden! Tun Sie den ersten und wichtigsten Schritt zur Besserung, nämlich sich und anderen gegenüber die Verletzung einzugestehen. Diese Anlaufstellen helfen Ihnen auch bei der weitergehenden psychologischen Betreuung oder bei der Durchsetzung von Ansprüchen auf Schadensersatz.

 

Sie sind nicht schuld am Einbruch
Sie können Ihr Haus/Ihre Wohnung nicht wie eine Burg sichern. Zu Lebensqualität zählt auch, nicht ständig sein eigener Gefangener zu sein. Es mag ja sein, dass bestimmte Umstände (Schlüssel in der Tür stecken lassen, Balkontüren nachts offen lassen etc.) einem Täter die Tat erleichtern. Aber die kriminelle Energie eines Einbrechers muss erst mal aktiv sein. Oder würden Sie in ein Haus eindringen, nur weil die Tür offen ist? Lassen Sie sich keine "Schuld" einreden!

 

Belassen Sie es nicht beim Wäsche waschen!
Häufige Reaktion bei Einbruchsopfern: Erst mal alles sauber machen! Wäsche waschen. Möbel umstellen. Renovieren. Oder sogar Auszug aus der Wohnung. Belassen Sie es nicht bei solchen äußeren Aktionen - die innere Renovierung ist viel wichtiger. Versuchen Sie unbedingt, das Geschehene zu bewältigen. Auch ein Umzug kann sie nicht von schlaflosen Nächten bewahren, so lange der Täter in ihrer Seele sein Unwesen treibt.